Donnerstag, 3. November 2011

2. Andacht aus dem Krankenhaus


Andacht zur Losung am 3. November 2011

Hilf uns, Gott, unser Heiland, und sammle uns und errette uns von den Heiden, dass wir deinen heiligen Namen preisen und dir Lob sagen!  1. Chronik 16,35

Was für eine Megaparty, es gibt für alle Brot, Fleisch und Rosinenkuchen satt, ja so übersetzt es Luther.  Nach einer Zeit als Verlierer hat sich das Blatt jetzt gewendet. David holt die Bundeslade, ein Kasten aus Zedernholz in dem die Gebotstafeln aufbewahrt wurden, zurück nach Jerusalem. Welch eine Feier im Zeichen des Sieges. David tanzt und singt sich fast in Trance, so dass eine Tochter Sauls ihn deswegen für bekloppt erklärt. Ein eigenartiges Bild und doch hat es eine große Tragweite. Gott kommt zu seinen Leuten nach Haus, so empfinden sie es. Unsagbarer Jubel bricht sich Bahn. Musiker werden eingeteilt. Die Musik war schon immer eines der besten Mittel Gott zu loben.

Trotzdem verliert David nicht die Realität aus den Augen. Die Bedrohung ist ja weiter da. Und das erleben wir ja auch. Tolle Momente sind eben tolle Momente und können sicher den Alltag mit prägen. Auch super Glaubenserfahrungen sind nötig für uns. Und doch, immer wieder werden wir angefochten, Zweifel macht sich breit, die Trägheit greift um sich, die Geschäfte des Alltags decken alles zu und auch unsere Mitmenschen sind uns nicht immer eine Ermutigung zum Glauben. Wenn Lehrer Schüler vor der gesamten Klasse beschämen und dumme Sprüche machen. Oder wenn Kollegen uns ermuntern doch mal so richtig eine drauf zu machen, ohne Rücksicht auf Verluste. Ein früherer Kollege, in meinem ersten Leben, brüllte durch den Bau, um einen anderen Kollegen zu bändigen, der mit seinen versauten Frauenabenteuern prahlte: „Nimm dir mal ein Beispiel an Henning, der hat als Christ noch nie was mit einer Frau gehabt“. Toll! Das stimmte zwar, aber woher wusste er das?

Hilfe kommt von Gott, das weiß David. Aber weiß auch, dass es gut ist, Gott darum zu bitten. Nicht, dass Gott unsere Situation nicht sieht, aber wir müssen uns darauf einstellen, das Gott etwas tut. Ihn zu fragen, hat noch nie geschadet.

Drei Dinge werden uns hier an die Hand gegeben. Erstens, im Gebet zu Gott nicht nachzulassen, sondern ihm in den Ohren liegen und so gespannt auf sein Handeln zu sein.
Zweitens, uns zu sammeln. Die Gemeinschaft mit den Anderen hält uns auf dem Weg, gibt uns Trost, Halt, Rat und Tat. Und drittens, das Lob Gottes. Ein alter Christ hat mir in jungen Jahren öfter mal seine Sprüche mit auf den Weg gegeben. So meinte er zu Beispiel, dass Gott uns einen Schornstein auf den Kopf gesetzt hätte, wenn er das Rauchen gut fände. Na ja. Aber er sagte mir auch: „Loben zieht nach oben“. Heute weiß ich was er meint. In meinem Alltag, trotz alle dem, was uns die Gemeinschaft mit Gott verleiden will, Gott loben. Wofür? Für alles was uns gelingt, zum Beispiel für alle Bewahrung, für gute Geschäfte, für Freunde und Familie, für Gesundheit und dafür, das wir bei Gott immer geborgen sind. Ihr könnt ja mal die Liste erweitern. Das Lob Gottes zieht nach oben. Es weißt mir den Weg und hält mich auf Kurs.

Ach, das ist schon eine tolle Geschichte dort in diesen Kapiteln. Dort kann man lesen, warum Gott lieber zeltet, als in einem festen Haus zu wohnen. Sehr interessant.

Lasst uns Gott loben mit unserer Musik, mit unseren Worten und mit unseren Taten.

Bremen, den 3. Oktober 2011-11-03

Euer Henning




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