Dienstag, 8. November 2011

7. Andacht aus dem Krankenhaus


Andacht zu Losung 8. November 2011

Doch sehnt sich der Herr danach, euch gnädig zu sein. Jesaja 30,18

Die Sehnsucht macht uns zum Menschen. Ich weiß zwar nicht, ob die Elster draußen Sehnsüchte hat, aber hätte sie welche, würde sie ihr Verhalten ändern. Sehnsüchte halten uns am Leben, sie treiben uns vorwärts. Dabei sind Sehnsüchte etwas anderes als Träume. Ich träume von einem schönen neuen VW Buss, träume von Reisen in tolle Gegenden. Sehnsucht ist etwas anderen. Sie sitzt viel tiefer. Sie ist eine Grundkraft im Leben neben der Angst.

Laut unserer Losung sogar etwas Göttliches. Gott hat Sehnsucht. Diese Aussage halten viele für falsch, weil sie zu menschlich klingt. Darf man von Gott so menschlich reden? Natürlich darf man das, weil das eine Haltung der Freiheit ist. Gott hat Sehnsucht nach uns Menschen. Er wartet auf uns und lässt uns Freiheit. Diese Freiheit können wir natürlich auch missbrauchen, wir können die Liebe Gottes mit Füßen treten. Aber was hilft gegen diese „Krankheit“? Druck, Zwang oder Affenliebe? Nein, nur bedingungslose Liebe gebiert bedingungslose Liebe. Das ist die Freiheit, die wir brauchen, um uns jemanden anzuvertrauen. Deshalb reden die Autoren der Bibel von der Sehnsucht Gottes nach uns Menschen. In Johannes 3 lesen wir das deutlich. So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn, ja sich selbst gab. In Jesus ist Gottes Sehnsucht Person geworden. An ihm können wir sehen, wie er es mit uns meint. Wir können sehen, wie er sich unser Leben vorstellt.

Gott sehnt sich danach, dir gnädig sein zu dürfen. Er sehnt sich danach, dass du seine Liebe erwiderst. Setz dich hin und sage ihm, dass du dich lieben lassen möchtest. Du wirst erleben, wie das dein Leben verändert.

Und was passiert, wenn ich das nicht tue? Wenn ich weiter woanders suche? . Du wirst Wege finden, die nicht gut für dich sind, wirst Konsequenzen tragen müssen. Er aber wartet und lädt dich ein. Kein Zwang oder Druck, nur mit den Konsequenzen musst „du“ leben. Unsere Sehnsucht nach Leben, kann uns an ganz falsche Orte bringen. Gott wartet auf dich. Deshalb wünsche ich dir, dass du diese Sehnsucht Gottes nach dir spürst und dich auf dieses Abenteuer einlässt.

Euer Henning

Bremen im November 2011

1 Kommentar:

  1. Hallo Henning!
    Du seist kein Beziehungspfleger schriebst du-ich auch nicht,und viele andere ebenfalls nicht.Aber auch wenn wir im "normalem" Leben oft einfach aneinander vorbei laufen und auch jetzt hilflos schweigen-sei ganz gewiss:viele denken an dich/deine Familie,beten für dich/euch.Ich auch.Und was soll ich dir mehr wünschen als dieses:Der Herr segne und behüte dich!
    Herzliche Grüße,Sabine

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