Andacht zur Losung am 12.
November 2011
Dein Wort ist meines Fußes
Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.
Psalm 119,105
Man kann sich schon mal verlaufen oder verfahren. In der Regel
haben wir den Weg dann aber doch irgendwie gefunden. Eine Menge Zeit kann man
verlieren, wenn man dem Navi im Auto traut. Da entpuppt sich eine Stauumfahrung
als kleine Odyssee. Wenn Kinder aus den Augen der Eltern weglaufen, kann es
schon mal zu kleinen Tragödien kommen.
So ist das Psalm Wort für uns nicht schwer zu verstehen. Im
Dunkeln kann man sich fix verlaufen und das kann ziemlich gefährlich werden.
Bei unserem letzten Schwedenaufenthalt haben wir es erlebt. Keine Lampe, kein
Straßenlicht, nichts. Der Campingplatz total im Dunkeln. Ich wollte es noch
ohne Lampe versuchen. Es blieb beim Versuch. Und natürlich kannte der Verfasser
des Psalms kein elektrisches Licht oder Gaslampen. Wenn es dunkel war, war es
dunkel, nichts zu sehen.
Auch auf seinem Lebensweg kann man solch Finsternis erleben.
Wenn man nicht mehr weiter weiß, wenn Träume zerplatzen und ich plötzlich vor
einer unlösbaren Aufgabe stehe. Da können Tod, Trennung, Arbeitslosigkeit uns
ins Dunkel stürzen. Oder tolle Pläne erweisen sich plötzlich als untauglich.
Ich kenne Menschen, die einen Beruf erlernt haben, aber total unglücklich damit
sind.
Dein Wort ist meines Fußes Leuchte. Aber in der Bibel stehen
doch nicht für jede Situation Lösungen. Das stimmt. Und doch gibt uns das Wort
Gottes Trost, Halt und lässt uns nicht verzagen. Denn orientierungslos zu sein
und dazu noch allein, voller Angst lässt uns panisch werden.
Du bist nicht allein auf dem Weg, er ist mit dir unterwegs.
Das ist der erste Trost unserer Losung. Und dann geht es aber noch weiter. Wie
finde ich denn nun meinen Weg, woran kann ich mich orientieren? Es gibt sicher
manchen Hinweis in der Bibel, wie wir handeln können. Manchmal muss man aber
auch einfach losgehen und darauf vertrauen, dass Gott mit auf dem Wege ist.
Manches Mal habe ich einen Weg eingeschlagen, ohne zu wissen, wo er hinführt.
Wer mit Gott im Gespräch bleibt wird es merken. Er führt gute Wege. Und selbst
die Wege, die dunkel bleiben, verlieren ihren Schrecken, weil er ja mit dabei
ist.
Du tappst im Dunkeln? Dann suche Gottes Nähe, gebrauche
deinen Verstand, höre auf dein Herz, tausche dich mit anderen aus und dann geh.
In Gottes Namen: Geh!
Euer Henning
Bremen im November 2011
Hallo Henning!
AntwortenLöschenSchön,von dir zu lesen!Danke,dass du deine Gedanken mit uns teilst!
Las,du warst im Johanneum?Da "kenn" ich einen Bruder,der auch an Lymphdrüsenkrebs erkrankt war-vielleicht magst Du dir mal seinen Blog ansehen?
http://lebensmut.wordpress.com/2011/11/12/fur-ewig-treu/