Freitag, 18. November 2011

17. Andacht aus dem Krankenhaus


16. Andacht zur Losung am 18.11.2011

Als die Jünger ihn auf dem Wasser gehen sahen, erschraken sie und sagten: Ein Gespenst!, und schrien vor Angst. Sofort sprach Jesus sie an: Fasst Mut! Ich bin's, fürchtet euch nicht!

Ich möchte heute keine Diskussion darüber starten, ob Jesus übers. Wasser gehen konnte, oder nicht. Das führt zu nichts. Sondern auffällig sind ja die Jünger im Boot. Sie erschrecken sich zu recht und halten Jesus für ein Gespenst. Für einen damaligen Menschen war das Wasser in so einem See die direkte Verbindung zur Unterwelt. Wer weiß, was da von unter hoch kommt. Da ist aber noch mehr, sie rechnen nicht mit Jesus. Sie fühlten sich allein gelassen. Ich fahre ja des Öfteren Kanu in Schweden. Mehr als einmal hatten wir brenzlige Situatuonen. Das löst dann Panik aus. Wenn mitten auf dem See Wasser in Kanu schwappt, ist keine Zeit mehr für ein fröhliches Lied. Ich kann es deshalb gut nachvollziehen, wie den Jüngern zu Mute war und das es ihnen im Überlebenskampf nicht in den Sinn kam, dass Jesus zu ihnen kommen könnte.

Doch Jesu Worte ändern das: Fasst Mut! Ich bin's, fürchtet euch nicht! In den angstvollen Situationen des Lebens Mut fassen, dass müsste man können. Wenn ein unangenehmes Gespräch ansteht, wenn ich wegen einer Untersuchung zum Doktor muss, wenn mein Ehepartner mir offenbart, das es da jemand anderes gibt, wenn das Geld einfach nicht mehr reicht, wenn, wenn wenn ... . Dann fühlen wir uns allein und hoffnungslos. Doch halt. Es gibt jemanden, der kommt dir genau aus diesen Sorgen entgegen. Jesus geht auf dem Wasser bedeutet, das er die Elemente in seiner Gewalt hat. Er ist Herr über das tosende Meer. Deshalb können auch unsere tobenden Meere ihren Schrecken verlieren. Er ist der Herr. Fass Mut. Ich bin´s, fürchte dich nicht.

Und jetzt sind wir an dem gleichen Punkt, wie die Jünger. Was kommt da auf dich zu? Ein Gespenst, ein Phantom? Es gibt schreckliche Geschichten, wo jemand die Rettung schon sah, aber weil er sie nicht glaubte, in die falsche Richtung, in sein Verderben, lief.
Petrus macht es in unserer Geschichte ganz schlau, er fordert Jesus heraus. Wenn du es bist, dann befiehl mir auf´s Wasser zu kommen. Wie die Geschichte ausging wissen wir. Zuerst kann er auf dem Wasser gehen, doch als er die Wellen sieht sinkt er. Jesus muss ihn am Kragen retten. So kann es gehen, wenn man sein Problem allein angeht, man geht unter. Erst als Jesus ins Boot kommt, beruhigt sich das Wasser.

Hol dir Jesus ins Boot. Mit ihm im Boot verlieren die Schrecken ihre Kraft. Auch der Tod, glaube es mir. Und wenn du das allein nicht kannst, dann hol dir jemand anderes dazu. Jemand, der dir helfen kann, den richtigen Blick auf die Situation zu haben, der dir hilft Jesus in Boot zu holen.

Euer Henning

Bremen in November 2011

1 Kommentar:

  1. Du schreibst mir aus der Seele und in die Seele, Henning. Danke Dir.

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